Am Digitalcongress am 29.5.2009 in Graz referierte David Plouffe, Campaign Manager von Brack Obama über den erfolgreichsten Wahlkampf der US-Geschichte. Dabei ging es besonders auf das Online Marketing ein, für das 50 % des Budgets verwendet wurden.

Der Erfolg von Wahlkämpfen besteht in erster Linie natürlich aus einem charismatischen Politiker und seinen Lösungen und Konzepten zur Bewältigung der aktuellen Probleme. Darüberhinaus ist gerade der letzte US-Wahlkampf aufgrund des revolutionären Einsatzes des Internets in die Geschichtsbücher eingegangen. “Unsere Geheimwaffe war die Technologie,” betonte Plouffe und machte klar, dass die “Ehe” von Technologie und der Kreativität von Millionen freiwilligen Helfer eine “Eigendynamik” in den Wahlkampf brachten die schließlich den Erfolg ausmachte. Ich möchte nun die wichtigsten Punkte des Vortrages zusammenfassen:
Folgende Stragetgie hatte seine Obamas-Kampagne:
1. Wahlkampf Spenden auftreiben: Neben den üblichen Großspendern wurden erstmals enorme Spendengelder über das Internet generiert. Das ist keinesfalls neu. Neu hingegen ist die Größenordnung. Insgesamt wurden mehr als 500 Millionen Spendengelder generiert.
2. Unterstützer und Förderer organisieren (Organise America): Die neuen Comunity Technologien erlauben Unsterstützern sich auszutauschen und zu organisieren. Dadurch wurde die Basis für den erfolgreichen Wahlkampf gelegt. Zitat Plouffe: “Give your support the power and they will use it!”
3. Nachrichten und Standpunkte zu verbreiten: 13 Millionen Menschen hatte Obama in seinem E-Mail Verteiler, 6 Millionen aktive Unterstützer die organisaierten, Menschen anrufen oder von Tür zu Tür gingen.
Keylearnings: Was wir von David Plouffe lernen können:
1. Die wichtigste Überzeugungsarbeite findet nicht in der Presse oder TV statt, sondern in den persönlichen Gesprächen von Familien, Freundeskreis, Arbeitskollegen und Vereinen. Genau das hat David Plouffe verstanden und sensationell umgesetzt, perfekt unterstützt mit den Möglichkeiten der neuen Medien. Wichtig ist hier besonders, den Menschen dirkt und zeitnah die Informationen und Argumente zu liefern um andere Überzeugen zu können. Obama hat erkannt, das die Medien anders diskutieren als die Menschen zu Hause oder im Büro und sehr wohl kritisch zwischen Richtig und falsch unterscheiden können.
Zitat Plouffe: “It is important to know what people should say if people knock on the neighbours door”
2. Online Marketing ist kein Allheilmittel: Jede Zielgruppe muss dort angesprochen werden, wo sich sich gerade befindet. Einige Unternehmen in den USA machen schon zu viel Online und vergessen auf vieleicht andere effiziente Kommunikationsmittel. Hier muss man von Zeit zu Zeit einen Schritt zurück treten und seinen Mediamix überdenken. Obama hat übrigens auch mehr Radiowerbung als MCCain macht und Video on Demand angeboten um gewisse Themen ausführlicher zu diskutieren und seine Standpunkt zu schildern.
3. Je mehr man riskiert, desto größer sind die Erfolge
Zitat Plouffe: “We weren`t rewarded if we did what the the polician handbook suggested to do”
4. In erster Linie waren die Webseiten und der zeitnahe Newsletter an 13 Millionen Obama Fans entscheidend. Twitter stand eher an der Periferie www.barackobama.com, mybarackobama.com (Community-Seite der Unterstützer)
David Plouffe arbeitet gerade an dem Buch zur Kampagne. Das wird in Kürze erscheinen. Einen tollen Bericht zum Vortrag findet Ihr auch auf der Internetseite der Kleinen Zeitung.
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